Argumente

Würdiger Eingang zum Hörnli

Der Vorplatz des grössten Friedhofs der Schweiz ist in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden. Der Hörnli-Vorplatz braucht neue Werkleitungen, Beleuchtung, sichere Querungen, moderne Bushaltestellen. Die Überquerung der Strasse zwischen Vorplatz und Friedhofseingang ist heute wegen der breiten Fahrbahn und Parkplätzen nicht sicher. Die sowieso nötige Sanierung wird genutzt, um einen einladenden und sicheren Vorplatz zu schaffen. Die naturnahe Gestaltung des Hörnli-Friedhofs soll schon beim Eingang spürbar werden.

Ökologischer Gewinn

Die Klimaerwärmung erfordert Anpassungen auf der Allmend, damit die Folgen erträglicher werden. Die Umgestaltung ermöglicht, 34 neue Bäume zu pflanzen; davon 16 auf dem Vorplatz. Heute hat der Platz massive ökologische Defizite. Bereits mussten Bäume gefällt werden: Die Bäume der Allee drohen bei länger ausbleibendem Regen auszutrocknen oder werden an einem gesunden Wachstum gehindert, weil sie nicht genug Wurzelraum finden. An anderen Orten heben die Wurzeln die Trottoirs an und sorgen damit für Stolpergefahr. Mit der Umgestaltung erhalten die Bäume mehr Raum und grössere Sickerflächen für Regenwasser. Die Entwässerung wird verbessert und neue, durchlässige Beläge beugen Überschwemmungen bei Starkregen vor. Zusätzliche Hecken und Grünflächen machen das Umfeld des Hörnli nicht nur attraktiver, sondern auch erträglicher bei Hitze.

Sichere und komfortable Infrastruktur

Die heutige Hörnliallee entspricht nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben: Die Strasse ist insbesondere für Fussgängerinnen und Fussgänger nicht sicher, der Belag muss saniert werden und es ist zu lärmig. Die Umgestaltung bringt breitere Sicherheitsabstände und Velostreifen. Dank fünf Buslinien, einem Friedhof-Rufbus, dem S-Bahn-Anschluss, neuen Veloabstellflächen und zahlreichen Parkplätzen im und ums Hörnli ist der grösste Friedhof der Schweiz bestens erreichbar.

Hindernisfreier Zugang für alle

Alle Menschen sollen das Hörnli möglichst einfach erreichen, gerade auch mit dem ÖV. Das Behinderungsgleichstellungsgesetz des Bundes verpflichtet, alle ÖV-Haltestellen hindernisfrei zu machen. Dazu gehört eine hohe Haltekante für den ebenen Einstieg. Dafür müssen die heute ungenügenden Haltestellen beim Hörnli umgebaut werden.

Genügend Parkplätze

Für die Pflanzung von Bäumen, die Verbesserung der Sicherheit und den Zugang zum ÖV werden 48 Parkplätze umgenutzt. Für Trauergäste, Besucherinnen und Besucher des Friedhofs stehen weiterhin total 293 Parkplätze auf dem Friedhofsareal und direkt angrenzend zur Verfügung.

Sicherer Veloverkehr

Mit einem Ja zu einem würdigen Hörnli sagen wir zugleich auch Ja zum sicheren Veloverkehr über den Kohlistieg. Neben dem Friedhofsvorplatz wird im selben Zuge auch ein Teil des Kohlistiegs saniert. Er ist eine wichtige Veloverbindung für viele Velofahrende. Deshalb soll mit einem Ja die Einführung von Tempo 30 im Kohlistieg verfolgt werden. Zugleich sind weitere Sicherheitsanpassungen für den Veloverkehr geplant.