Fragen und Antworten

Hat es auch nach der Umgestaltung genug Parkplätze?

Ja, es werden nur wenige Parkplätze umgenutzt. Im gesamten Projektperimeter bleiben 108 Parkplätze, zudem sind gleich daneben und innerhalb des Friedhofs weitere 185 Parkplätze vorhanden. Mit der Umgestaltung wird es auch einfacher und sicherer, mit anderen Verkehrsmitteln anzureisen.

GebietAnzahl Parkplätze heuteNach der Umgestaltung
Friedhof9595
Grenzacherweg9090
Kohlistieg1812
Hörnliallee4240
Otto-Wenk-Platz1313
Vorplatz8943
Total Projekt162108
Total Friedhof + unmittelbar angrenzend347293

Hat es im Quartier dann noch genug Parkplätze?

Heute sind die Parkplätze auf dem Vorplatz durchschnittlich nur zu rund 60 Prozent belegt. Sie werden vor allem von Pendler:innen genutzt und nicht von Besucher:innen des Hörnli. Anders als das Referendumskomitee weismacht, sollen die Parkplätze dann auch dem Gewerbepark Hörnli zur Verfügung stehen. Dieser wird zurzeit entwickelt. Es kann aber nicht sein, dass vor dem Friedhof Hörnli parkiert wird, statt auf dem Gewerbeareal selbst. Die Attraktivität des Parkplatzes erklärt sich dadurch, dass hier für absurd tiefe 8 Franken pro Jahr geparkt werden kann. Um bei weniger Parkplätzen den Suchverkehr zu vermeiden, muss die Signalisierung für die anderen Parkplätze ums Hörnli aber verbessert werden (siehe Schriftliche Anfrage Roth).

Und: Riehen hat pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner 399 Motorfahrzeuge. Das ist der tiefste Anteil an allen Städten mit 20’000 und 49’999 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Förderung von attraktiven Verbindungen für den ÖV und das Velo sind deshalb besonders wichtig.

Kann es Friedhofsbesuchenden zugemutet werden, ohne Auto anzufahren?

Friedhofsbesuchende können weiterhin mit dem Auto kommen. Es gibt weiterhin genügend Parkplätze. Die meisten Besuchenden einer Beerdigung nehmen den ÖV oder nutzen die Parkplätze innerhalb des Friedhofs. Für Menschen, die nicht mehr gut zu Fuss sind, stehen direkt beim Kapellenhaus Parkplätze zur Verfügung.

Hat es aber noch genug Parkplätze auch für grössere Anlässe?

Auf dem Hörnli finden erfreulicherweise immer öfter Beisetzungen aller Weltreligionen und Kulturen statt, weil die Menschen bei uns ihre Heimat gefunden haben. Zu diesen Anlässen kommen kurzfristig zum Teil mehrere hundert Menschen. Die Parkplätze rund um das Hörnli reichen dafür nicht aus, unabhängig vom Angebot auf dem Friedhofsvorplatz. Dies ist bereits heute so und muss dringend angegangen werden, zum Beispiel durch eine bessere Signalisierung. Für die Verbesserung der Parkiermöglichkeiten beim und auf dem Friedhof Hörnli ist deshalb ein Vorstoss im Grossen Rat hängig (siehe Anzug Kabakci).

Zwingt Basel-Stadt der Gemeinde Riehen ihre Meinung auf?

Die Umgestaltung der Hörnliallee geht zurück auf einen Riehener Vorstoss im Grossen Rat. Weil 90 Prozent des Perimeters zur Kantonsstrasse gehört, ist auch der Grosse Rat zuständig und die Mehrheit der Kosten werden von der gesamten Kantonsbevölkerung getragen. Die Gegner der Begrünung des Hörnli-Vorplatzes beschwören einen angeblichen Konflikt zwischen Riehen und dem Kanton herauf. Dabei gab es beim Parlamentsentscheid Verteter:innen aus Riehen auf beiden Seiten. Genauso wie es Parlamentarier:innen aus dem Rest des Kantons gibt, die gegen die Umgestaltung sind, gibt es solche aus Riehen, die dafür sind.

Was passiert bei einem Nein?

Bei einem Nein werden die Ausgaben für alle im gesamten Projektpermeter Massnahmen abgelehnt: Die Bushaltestellen werden nicht behindertengerecht, die Fahrbahn bleibt sanierungsbedürftig und Velomassnahmen wird es keine geben. Die Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger bleibt mangelhaft und die Bäume können sich kaum vital entwickeln. Die Umgestaltung hätte bis 2024 realisiert werden sollen, bei einem Nein werden unnötig weitere Jahre verstreichen bis der Friedhof Hörnli endlich seinen sicheren und würdigen Eingang erhält.